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Callcenter-Agenten schiessen manchmal über das Ziel hinaus. Wer hartnäckig nachfragt und sich wehrt, dem bleiben ungewollte Vertragsabschlüsse erspart – wie ein Beispiel zeigt.
K-Tipp-Leser F.G. traute seinen Ohren nicht: Die Telefon-Verkäuferin verlangte von ihm das Geburtsdatum und die Nummer seiner Identitätskarte oder seines Reisepasses. Und das angeblich nur, weil sie ihm die Unterlagen für ein Angebot von Sunrise senden wolle. «Aus Datenschutzgründen» rechtfertigte die Frau am Telefon ihre Forderung.
Für F.G. aber war klar: Die Verkäuferin wollte so den Vertrag gleich abschliessen. Er sollte seinen Telefonanschluss von Tele2 zu Sunrise wechseln. Im Angebot wären schnelles Internet, Festnetzanschluss, Gratistelefonate und eine SIM-Karte fürs Handy inklusive gewesen. Und: Der Wechsel wäre per sofort ohne Strafgebühr möglich, denn Tele2 und Sunrise seien fusioniert. F.G. aber blieb hart und gab seine Daten nicht preis. Die Verkäuferin reagierte pikiert.
Sunrise entschuldigt sich auf Anfrage für den Vorfall und will «sofort alle Agenten nachschulen». Sunrise-Sprecherin Andrea Kutil stellt klar: Für den Versand von unverbindlichen Unterlagen braucht es keine Ausweisnummer.
06. Juli 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
